|
Lining
Einer der wichtigsten Punkte bei der Dummyarbeit ist - egal ob der Hund
auf eine Markierung oder ein Blind geschickt wird – dass der Hund
auch in die Richtung geht, in die er geschickt wird. Bei einer einfachen
Markierung wird das der Hund mehr oder weniger von sich aus machen, aber
schon bei einer Doppelmarkierung oder einem Blind ist richtiges Lining
eine Grundvoraussetzung für erfolgreiches Arbeiten.
Für das Training kann man Lining in 4 Teilaufgaben aufteilen:
1. das Herangehen an die Grundlinie
2. das Warten
3. „initial lining“, darunter versteht man, dass der Hund
die ersten 25 Meter exakt geradeaus geht.
4. das Halten des Lining, darunter versteht man, dass der Hund diese Richtung
beibehält.
Der Hund hat die Eigenart, dass er beim Loslaufen aus der Grundposition
in die Richtung läuft, in die sein Körper bzw seine Augen zeigen.
Zeigen Körper und Augen in exakt die gleiche Richtung, wird der Hund
auch sehr sicher in diese Richtung loslaufen. Dreht der Hund im Moment
des Loslaufen gerade seinen Kopf zur Seite, ist es nicht so sicher vorherzusagen,
ob er die Richtung des Körpers annimmt oder ob er dorthin läuft
wo er gerade hinschaut oder eine Mischung daraus.
„Initial Lining“ beginnt also damit, dass der Hund in der
Grundstellung sauber ausgerichtet wird. Dies ist wirklich
ein essentieller Punkt im Retrievertraining und sollte gut funktionieren,
bevor wir die Arbeit mit Dummies beginnen. Idealerweise beginnt das schon
mit dem Weg zur Grundlinie auf dem der Hund seinem Führer fussgehend
folgt. Ein Hund der sauber Fuss geht, sich gerade hinsetzt und ruhig wartet
braucht nicht erst umständlich ausgerichtet werden, was viele Folgefehler
zu vermeiden hilft. Manche Hunde neigen zum Lautgeben, wenn sie in der
Grundpoiton korrigiert werden.
Wir bauen die Vorbereitung zum Lining mit folgenden Übungen auf:
- Grundstellung |

|
die ideale Grundstellung, wie sie vor allem von englischen
Richtern gern gesehen wird, sieht so aus, wie auf dem Bild links.
Der Hund sitzt nicht direkt neben dem Hundeführer (HF) sondern
etwas hinter ihm. Der Heelingstick im Bild visualisiert eine gedachte
Hilfsline. Der HF steht knapp vor dieser Linie der Hund knapp dahinter.
Stehen mehrer Gespanne auf diese Art und Weise nebeneinander in
einer sogenannten "line", sieht der Richter von der Seite
aus nur lauter Hundenasen.
Rute, Körper und Kopf des Hundes befinden sich während
der Arbeit in einer Linie.
Während Wartepausen sieht der Hund seinen Führer aufmerksam
an. |
 |
 |
 |
 |
|
Rechtsdrehung - 1
mit dem rechten Fuss einen Ausfallschritt nach rechts
von 90° machen.
|
Rechtsdrehung - 2
Den linken Fuss nachziehen. Während dieser Bewegung
das Kommando "Fuß" geben und wenn der Hund in der richtigen
Position steht das Kommando "Sitz".
|
Rechtsdrehung - 3
den ersten Schritt wiederholen.
|
Rechtsdrehung - 4
den zweiten Schritt wiederholen. HF und Hund sollten
jetzt in der Grundstellung genau in die entgegengesetzt Richtung wie zu
Beginn schauen.
|
 |
 |
 |
 |
|
Linksdrehung - 1
mit dem linken Fuss einen Schritt nach hinten machen
und links neben dem rechtne Fuss absetzen.
|
Linksdrehung - 2
Den rechten Fuss nachziehen. Während dieser Bewegung
das Kommando "Fuß" geben. Die Leine straff halten und
den Hund linksherum zum Rückwärtsgehen zu bringen. Wenn der
Hund in der richtigen P??e???????G¨ < ?osition steht das Kommando "Sitz".
|
Linksdrehung - 3
den ersten Schritt wiederholen.
|
Linksdrehung - 4
den zweiten Schritt wiederholen. Der Hund soll sich rückwärts
linksherum bewegen. Wenn der Hund in der richtigen Position steht das
Kommando "Sitz" HF und Hund sollten jetzt in der Grundstellung
genau in die entgegengesetzt Richtung wie zu Beginn schauen.
|
- Rückwärts Fussgehen |

|
Der HF provoziert durch den Heelingstick oder die Hand eine
Rückwärtsbewegung des Hundes und belohnt ihn. Der Heelingstick
ist im Prinzip die Verlängerung des Armes und darf keinesfalls
dazu benutzt werden, den Hund zu schlagen.
Zur Unterstützung wird die Leine hinter dem Körper geführt.
Wie beim Geradeaus Fussgehen beginnt man mit dem Linken Fuss nach
hinten zu gehen, dadurch entsteht ein leichter Rückwärtstug
an der Leine, der das Ganze unterstützt. Zudem wird durch diese
Art der Leinenführung ein Ausbrechen des Hundes nach vorne
verhindert.
Durch das Rückwärtslaufen lernt der Hund seine Hinterbeine
gezielt einzusetzen. Hunde wissen gar nicht, daß sie ein Hinterteil
haben. Der Hund denkt, daß er "unsichtbar" ist,
wenn sein Vorderteil versteckt ist, so wie Kleinkinder denken das
sie unsichtbar sind, wenn sie sich die Augen zuhalten. Man kann
dem Hund helfen, seine Hinterläufe gezielter einzusetzen, indem
man ein TTouch body wrap macht. .
Wenn der Hund lernt, die Hinterbeine zu benutzen, hat das positive
Auswirkungen auf das Folgen am Bein bei engen Winkeln. |
- Pendeln, Push – Pull |
|
> folgt < |
|