Dummy-Training
Autor: Hans-Werner Franz

Hans-Werner Franz

 

Lining

 

Einer der wichtigsten Punkte bei der Dummyarbeit ist - egal ob der Hund auf eine Markierung oder ein Blind geschickt wird – dass der Hund auch in die Richtung geht, in die er geschickt wird. Bei einer einfachen Markierung wird das der Hund mehr oder weniger von sich aus machen, aber schon bei einer Doppelmarkierung oder einem Blind ist richtiges Lining eine Grundvoraussetzung für erfolgreiches Arbeiten.

Für das Training kann man Lining in 4 Teilaufgaben aufteilen:
1. das Herangehen an die Grundlinie
2. das Warten
3. „initial lining“, darunter versteht man, dass der Hund die ersten 25 Meter exakt geradeaus geht.
4. das Halten des Lining, darunter versteht man, dass der Hund diese Richtung beibehält.

Der Hund hat die Eigenart, dass er beim Loslaufen aus der Grundposition in die Richtung läuft, in die sein Körper bzw seine Augen zeigen. Zeigen Körper und Augen in exakt die gleiche Richtung, wird der Hund auch sehr sicher in diese Richtung loslaufen. Dreht der Hund im Moment des Loslaufen gerade seinen Kopf zur Seite, ist es nicht so sicher vorherzusagen, ob er die Richtung des Körpers annimmt oder ob er dorthin läuft wo er gerade hinschaut oder eine Mischung daraus.

„Initial Lining“ beginnt also damit, dass der Hund in der Grundstellung sauber ausgerichtet wird. Dies ist wirklich ein essentieller Punkt im Retrievertraining und sollte gut funktionieren, bevor wir die Arbeit mit Dummies beginnen. Idealerweise beginnt das schon mit dem Weg zur Grundlinie auf dem der Hund seinem Führer fussgehend folgt. Ein Hund der sauber Fuss geht, sich gerade hinsetzt und ruhig wartet braucht nicht erst umständlich ausgerichtet werden, was viele Folgefehler zu vermeiden hilft. Manche Hunde neigen zum Lautgeben, wenn sie in der Grundpoiton korrigiert werden.
Wir bauen die Vorbereitung zum Lining mit folgenden Übungen auf:

- Grundstellung

die ideale Grundstellung, wie sie vor allem von englischen Richtern gern gesehen wird, sieht so aus, wie auf dem Bild links. Der Hund sitzt nicht direkt neben dem Hundeführer (HF) sondern etwas hinter ihm. Der Heelingstick im Bild visualisiert eine gedachte Hilfsline. Der HF steht knapp vor dieser Linie der Hund knapp dahinter.
Stehen mehrer Gespanne auf diese Art und Weise nebeneinander in einer sogenannten "line", sieht der Richter von der Seite aus nur lauter Hundenasen.
Rute, Körper und Kopf des Hundes befinden sich während der Arbeit in einer Linie.
Während Wartepausen sieht der Hund seinen Führer aufmerksam an.



Rechtsdrehung - 1

mit dem rechten Fuss einen Ausfallschritt nach rechts von 90° machen.

Rechtsdrehung - 2

Den linken Fuss nachziehen. Während dieser Bewegung das Kommando "Fuß" geben und wenn der Hund in der richtigen Position steht das Kommando "Sitz".

Rechtsdrehung - 3

den ersten Schritt wiederholen.

Rechtsdrehung - 4

den zweiten Schritt wiederholen. HF und Hund sollten jetzt in der Grundstellung genau in die entgegengesetzt Richtung wie zu Beginn schauen.

Linksdrehung - 1

mit dem linken Fuss einen Schritt nach hinten machen und links neben dem rechtne Fuss absetzen.

Linksdrehung - 2

Den rechten Fuss nachziehen. Während dieser Bewegung das Kommando "Fuß" geben. Die Leine straff halten und den Hund linksherum zum Rückwärtsgehen zu bringen. Wenn der Hund in der richtigen P??e???????G¨ < ?osition steht das Kommando "Sitz".

Linksdrehung - 3

den ersten Schritt wiederholen.

Linksdrehung - 4

den zweiten Schritt wiederholen. Der Hund soll sich rückwärts linksherum bewegen. Wenn der Hund in der richtigen Position steht das Kommando "Sitz" HF und Hund sollten jetzt in der Grundstellung genau in die entgegengesetzt Richtung wie zu Beginn schauen.



- Rückwärts Fussgehen

Der HF provoziert durch den Heelingstick oder die Hand eine Rückwärtsbewegung des Hundes und belohnt ihn. Der Heelingstick ist im Prinzip die Verlängerung des Armes und darf keinesfalls dazu benutzt werden, den Hund zu schlagen.
Zur Unterstützung wird die Leine hinter dem Körper geführt. Wie beim Geradeaus Fussgehen beginnt man mit dem Linken Fuss nach hinten zu gehen, dadurch entsteht ein leichter Rückwärtstug an der Leine, der das Ganze unterstützt. Zudem wird durch diese Art der Leinenführung ein Ausbrechen des Hundes nach vorne verhindert.

Durch das Rückwärtslaufen lernt der Hund seine Hinterbeine gezielt einzusetzen. Hunde wissen gar nicht, daß sie ein Hinterteil haben. Der Hund denkt, daß er "unsichtbar" ist, wenn sein Vorderteil versteckt ist, so wie Kleinkinder denken das sie unsichtbar sind, wenn sie sich die Augen zuhalten. Man kann dem Hund helfen, seine Hinterläufe gezielter einzusetzen, indem man ein TTouch body wrap macht. .
Wenn der Hund lernt, die Hinterbeine zu benutzen, hat das positive Auswirkungen auf das Folgen am Bein bei engen Winkeln.

- Pendeln, Push – Pull

 

> folgt <

 

hier noch zwei Videos zum Thema Fussgehen
bitte Ladezeiten abwarten!!

Videos by Nick Zevgolis, Family K9 Dog training
Montreal, Canada, www.familyk9.org


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