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Das Markieren
Unter Markieren versteht man das Merken der Fallstelle. Der Hund (und
sein Hundeführer) sieht nach einem abgegebenen Schuss ein Dummy fallen
und merkt sich die Stelle. Nach dem Kommando läuft er auf direktem
Wege zur Fallstelle und beginnt erst dort nach dem Dummy zu suchen.
Da hierbei realistische Jagdsituationen nachgestellt werden, gibt es
auch die so genannte Mehrfachmarkierung. Es kommt durchaus vor, dass mehrere
Stücke geschossen werden, der Hund aber nicht zum Apport geschickt
werden kann. Hier muss sich also der Hund gleich mehrere Fallstellen merken.
Er wird zum Apport geschickt, bringt ein Dummy zurück, wird erneut
geschickt. Hierbei ist besonders wichtig, dass der Hund nicht tauscht.
Richtig: "great markers are born, not made."
Falsch: "you really can't do anything to teach marking."
Gute Markierer haben eine Vorstellung im Sinne eines Punktes auf
dem Boden während schwächere Markierer eher die Vorstellung
einer Wahrscheinlichkeitszone haben. Während der Spot
Hunter" zielsicher den Punkt im wahrsten Sinne des Wortes anvisiert
ist der Zone Hunter überzeugt, dass er die Beute
findet wenn er in der Zone mit der Nase am Boden zu suchen beginnt, mit
dem Risiko, dass er bei ungünstigen Wind einen halben Meter an der
Beute vorbeirennt, ohne diese zu sehen, weil er sich eben nur auf seine
Nase verlässt.
Anfangs-Fehler vermeiden
Beim Hundetraining ist die Art und Weise wie ein Hund an eine Aufgabe
herangeführt wird prägend für dessen späteres Verständnis
in der Bewältigung der Aufgabe. Schlechte Angewohnheiten wird man
sehr schlecht wieder los, deswegen stehen am Anfang des Markings
eine Liste von DONTS:
- Nie Markierungen zu früh in Bewuchs werfen, in dem der Hund das
Dummy beim Näherkommen nicht sehen kann.
- Nie Dummys werfen, die sich schlecht vom Untergrund abzeichnen
- Nie zu lange Markierungen werfen, die den jungen Hund überfordern
und ihn veranlassen, Hilfe suchend zum Werfer zu laufen, weil der Werfer
das einzige ist, was er in der Entfernung ausmachen kann
- Zu Beginn nie mehr als 3 Dummys werfen
- Nicht zu früh mit der Wasserarbeit beginnen, vor allem, wenn das
Wasser kalt ist.
- Keine Markierungen mit Hunden üben, die nicht zurückkommen
oder das Dummy zerbeißen
- Nie den Hund schicken, während er winselt
Die Grundelemente des Markings
"Wie komme ich dort hin"
Dies kann eine schnurgerade Linie bis zur Markierung sein oder auch ein
effektiver Umweg, solange der Hund nicht die Orientierung verliert.
"Wann muss ich stoppen."
Das heißt, der Hund muss eine genau Vorstellung von der Tiefe des
Raumes haben, die er gehen muss, um das Dummy nicht zu verpassen.
"Eine effektive Jagdweise
falls es dem Hund nicht gelingt, den Punkt auf Anhieb zu treffen
Trainingsziel: Der Hund soll lernen, dass er die Fallstelle nicht
aus den Augen lässt, wenn er losrennt
Damit werden die ersten beiden Elemente des Markings bereits abgedeckt.
Und wenn die Dummies anfangs immer offen und gut sichtbar für den
Hund liegen, wird der Hund der nie seinen Blick von der Fallstelle abwendet
mit keinem der beiden Punkte Probleme haben.
Wichtige Punkte:
Das richtige Gelände: niedriger Bewuchs, ebenes Gelände,
damit der Hund das Dummy jederzeit sehen kann, wenig Ablenkung
Der richtige Apportiergegenstand: gut sichtbar, am Besten weiße
Dummies
Der richtige Wind: die ersten Dummies sollten mit dem Wind geworfen
werden, damit der junge Hund seinen Augen und nicht seiner Nase vertraut
Das richtige Übungsziel: die Markierung muss so einfach sein,
dass der junge Hund keine Schwierigkeiten hat, seinen Blick ständig
darauf zu fixieren
Der richtige Werfer: Beobachtet den Hund, ob sein Blick auf das
Dummy fixiert ist. Er gibt Hilfestellung wenn nötig (macht mit Geräusch
auf sich aufmerksam, wirft ein zweites Dummy genau auf die gleiche Stelle,
oder tauscht ein zu schwierig zu findendes Dummy gegen ein leichteres
aus.
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Die richtige Position des Werfers
muss so gewählt werden, dass dadurch die Vorstellung des Hundes
vom besagten Punkt auf dem Boden möglichst wenig
beeinflusst wird.
Bei den ersten Retrieve-Übungen eines jungen Hundes mit einem
extra Werfer sollte die Entfernung der Hundes zur Fallstelle immer
kleiner sein, als die Entfernung des Werfers zur Fallstelle. Dies
hilft dem jungen Hund sich auf die Fallstelle zu konzentrieren und
nicht auf den Werfer. Es unterstützt den Hund auch in dem Gedanken
zum HF zurückzukommen und nicht zum Werfer. |
| Beginnt man die Länge der
Markierungen zu steigern, wird man dieses Verhältnis nicht lange
aufrechterhalten können. Um den Junghund trotzdem auf die Fallstelle
zu fixieren sollte man versuchen, den Werfer aus dem Bild, das sich
der Hund macht möglichst herauszuhalten. Z.B. in dem man in auf
der anderen Seite eines Weges platziert. Ist die nicht möglich,
sollte der Werfer einen so genannten flat throw bevorzugen,
der den Werfer visuell eher von der Fallstelle separiert als ein angle-back
throw, der den Hund gerade dazu einlädt, das Dummy mit
dem Werfer mental zu verbinden. |
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Wichtig ist, dass der Hund den Werfer sieht, bevor dieser wirft. Der
Hund soll lernen vor dem Wurf den Werfer (später den Jäger)
zu fixieren und nicht aus den Augen zu lassen.
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Der erfahrene Jagdhund wird die
Position des Schützen gerade bei Mehrfachmarkierungen als gedankliches
Hilfsmittel mit einbauen, aber das sollte dem erfahrenen Hund vorbehalten
sein. Der junge Hund sollte sich vor allem dem Punkt auf dem
Boden konzentrieren als auf die Position des Werfers.
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Tauschen
Bei Mehrfachmarkierungen oder der Freiverlorensuche liegen mehrere Dummys
aus, die der Hund nacheinander apportieren soll. Nun kann es passieren,
dass der Hund auf dem Rückweg zum Hundeführer an einem anderen
Dummy vorbeikommt, dass erste, welches er schon trägt ablegt, um
sich eben das neue zu nehmen. Wieder mal muss man auf die jagdlichen Hintergründe
schauen, dann wird klar, warum Tauschen so verpönt ist. Der Hund
sollte geschossenes Wild nicht Umsortieren und durch häufiges
Aufnehmen noch beschädigen sondern unverzüglich bringen!
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