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Impfungen: Impfprotokoll von W.Jean Dodds |
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Dr.Jean Dodds ist eine weltweit führende Autorität auf dem Gebiet der Schilddrüsen- und Autoimmunerkrankungen. Sie ist häufig Rednerin bei internationalen Kongressen, Autorin einer Vielzahl von Veröffentlichungen und hat viele Auszeichnungen erhalten. Folgendes Impfprotokoll, das hier mit freundlicher Genehmigung der Autorin wiedergegeben wird, ist die Übersetzung eines im Internet erschienenen Artikels: Überarbeitetes Impfprotokoll 2000/04
Für Züchter von Zuchtlinien, die empfänglich für oder erkrankt sind an Fehlfunktionen des Immunsystems, immunvermittelten Krankheiten, unerwünschten Immunreaktionen nach Impfungen oder endokrinen Autoimmunkranheiten (z.B. Thyroiditis, Addison- oder Cushing-Krankheit, Diabetes, etc.) sind, wird das folgende Schema empfohlen:
*Während Parvoviroseepidemien oder bei hoch empfänglichen
Rassen wie Rottweilern sind neuere modifiziete Lebendimpfstoffe (MLV)
ratsam, die für eine bessere Immunität sorgen und die maternale
Immunität überwinden. Ich wende bei erwachsenen Tieren ausschließlich alle 3 Jahre eine Tollwutimpfung an und verabreiche sie getrennt von anderen Impfungen mit mindestens 2, besser 3-4 Wochen Abstand. Mit 1 Jahr ist normalerweise eine Auffrischung nötig, danach alle 3 Jahre. Ich verabreiche keine Bordetella-, Coronavirus, Leptospirose- or Borrelioseimpfung außer diese Krankheiten sind endemisch in dem jeweiligen Gebiet oder dem Zwinger. Darüberhinaus enthalten die zur Zeit zugelassenen Leptospiroseimpfstoffe nicht den Serovar, der heutzutage die Mehrheit der klinischen Leptospirosefälle verursacht. Ich empfehle, Hündinnen nicht während Läufigkeit, Trächtigkeit oder Laktation zu impfen. Ich empfehle, dass die Staupe-Masernimpfung zwischen 6-8 Wochen ohne Hepatitis gegeben wird, da von einer Suppression der Lymphozytenreaktivität berichtet wird, die durch polyvalente Staupe- und Adenovirusimpfungen hervorgerufen werden (Phillips et at., Van J Vet Res 1989; 53: 154-160). Bei Tieren, bei denen es zuvor schon zu Gegenreaktionen
auf Impfungen kam oder bei Rassen mit einem höheren Risiko dafür
(z.B. Weimaraner, Akita, American Eskimo, Dän. Doge), sollten Alternativen
zu den Auffrischimpfungen in Erwägung gezogen werden. Dies beinhaltet
das Vermeiden von Auffrischimpfungen mit Ausnahme von Tollwut, soweit
dies vom Gestz verlangt wird, jährliches Bestimmen der Impftiters
gegen spezifische Infektionskrankheiten beim Hund, wie Staupe und Parvovirose
und der Einsatz von homöopathischen Nosoden. [Diese letzte Option
wird als eine unkonventionelle Behandlungsweise betrachtet und die Wirksamkeit
gilt als nicht wissenschaftlich erwiesen. Bei einer kontrollierten Parvovirus-Nosodenstudie
wurden Welpen unter balastenden Bedingungen nicht ausreichend geschützt.
Trotzdem unterstützen Daten aus Europa und klinische Versuche in
Nordamerika deren Anwendung.]
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