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Die Ernährung des Tollers |
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Was ist eigentlich Ernährung? Folgende Definition ist im Knaur Lexikon zu finden:
Wenn wir an Ernährung denken, fällt wohl den meisten als erster Begriff 'Kalorien' ein, der den Energiegehalt der Nahrung festlegt. Zu den Energie liefernden Stoffen der Nahrung zählen Fette, Kohlenhydrate und Eiweiße. Aber Energie zu liefern ist nicht die einzige Aufgabe der Nahrung. Die Nährstoffe werden in sechs Gruppen eingeteilt: Wasser, Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette, Mineralstoffe und Vitamine. Alle zusammen bilden Bausteine von Körpersubstanzen, fördern chemische Reaktionen im Körper, dienen der Verdauung, Wärmeregulation usw. Die folgende Tabelle gibt den durchschnittlichen Erhaltungsbedarf eines 24 kg schweren, erwachsenen Tollers bzw. eines 8 kg schweren Jungtieres pro Tag wieder (nach Christoph, Klinik der Hundekrankheiten):
Im Verhältnis zum Körpergewicht hat das Jungtier einen wesentlich höheren Bedarf, da ein großer Teil der Nahrung zum Wachstum verwendet wird. Noch ein paar Bemerkungen zu den einzelnen Nährstoffen: Eiweiß (Protein): Bei den Eiweißen wird zwischen tierischen und pflanzlichen Eiweißen unterschieden. Beide sind aus Aminosäuren, den Bausteine der Eiweiße, aufgebaut. Erstaunlicherweise ist die unüberschaubare Vielfalt der Eiweiße aus nur 22 verschiedenen Aminosäuren aufgebaut, von denen der Hund 10 nicht selber bilden kann und deshalb mit der Nahrung aufnehmen muss. Wichtig zu wissen ist, dass es immer der Mangel dieser 10 Aminosäuren (= essentielle Aminosäuren) ist, der schwere Mangelzustände hervorruft und nicht einfach nur ein 'Eiweißmangel'. Da die verschiedenen Eiweißquellen unterschiedliche Mengen an essentiellen Aminosäuren enthalten, kann es selbst bei ausreichender Eiweißzufuhr zu einem Mangel kommen. So enthält z.B. pflanzliches Eiweiß nur geringe Mengen der Aminosäuren Lysin und Methionin. Ein Mangel äußert sich in Fortpflanzungstörungen (Lysin) bzw. gestörtem Haarwachstum und Leberfunktionsstörungen (Methionin). Deshalb sollten verschiedene Eiweißquellen verfüttert
werden. Genauso schädlich ist allerdings ein Zuviel an Eiweißen,
deshalb ist von einer reinen Fleischfütterung dringend abzuraten. Die Angabe des Rohproteingehaltes eines Hundefutters ist also nur wenig aussagekräftig, da die Verdaulichkeit und die Wertigkeit entscheidend dafür sind, welcher Anteil der Proteine vom Hund überhaupt verwertet werden kann. So kann es sein, dass in einem Trockenfutter mit einem Rohproteingehalt von bsp. 32% weniger für den Hund verwertbare Eiweiße enthalten sind als in einem qualitativ besseren Futter mit einem Rohproteingehalt von 'nur' 23%. Fette: Fette sind der Hauptenergiespeicher des tierischen Körpers. Wie auch bei den Eiweißen sind gewisse Bestandteile unerläßlich für eine gesunde Ernährung. Was bei den Proteinen die Aminosäuren sind, sind bei den Fetten die ungesättigten Fettsäuren, von denen einige essentiell sind. Fettquellen für Hunde sind Fleisch, Fisch, pflanzliche Öle und Fischöle. Da der Hund einen hohen Bedarf an der Fettsäure Linolsäure hat, sollte man darauf achten, dass das Futter ausreichend davon enthält. Gute Quellen sind kaltgepresstes Distel- und Sonnenblumenöl. Bei stark erhöhter körperlicher Leistung ist es sinnvoll, den Fettanteil der Nahrung zu erhöhen, da Fette sehr energiereich sind. Kohlenhydrate Kohlenhydrate kommen vor allem in pflanzlichen Nahrungsmitteln
vor und man kann sie sich als umgewandelte und gespeicherte Sonnennergie
vorstellen. Es gibt viele verschiedene Arten davon und sie werden nach
ihrem chemischen Aufbau eingeteilt - je nachdem, ob sie aus einem, zwei
oder vielen Zuckerbausteinen bestehen. Außerdem gibt es noch sehr
viele verschiedene Zuckerbausteine, wie z.B. Traubenzucker, Fruchtzucker,
Haushaltszucker, Milchzucker usw.. Stärke ist eine Möglichkeit,
wie möglichst viele Zuckermoleküle auf engstem Raum verpackt
werden können. Wieder andere Kohlenhydrate dienen mehr dem Aufbau
der Pflanzenzelle und sind deshalb für Hunde mehr oder weniger unverdaulich
wie z.B. Zellulose (Watte). Trotzdem in ein gewisser Anteil an pflanzlicher Nahrung für den Hund wichtig, um bestimmte notwendige Nahrungsbestandteile zu erhalten.
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