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Die kanadischen Rotpelze erobern Europa |
Bald darauf erschien ein Artikel über die beiden Hunde sowohl in
der Clubzeitschrift Hunden' des Dänischen Zuchtverbandes als
auch im schwedischen Gegenstück Hundsport'. Von da an war der
Erfolg der quirligen Rotpelze nicht mehr aufzuhalten. Schon im Oktober
1984 konnte der erste europäische Wurf unter dem Zwingernamen Tueholt
Red' registriert werden. Tilly war mit Westerlea's
Brass Toller verpaart worden, der Anfang 1983 importiert worden war.
Der Einfluss der frühen Toller in Europa ist ausgesprochen groß und so ist auch Coaster (Westerlea's Coast to Coast), der 1985 ursprünglich für nur ein Jahr zu Nete Wunsch geschickt worden war, in sehr vielen Stammbäumen europäischer Toller zu finden. In Netes zweiten Wurf (März 1985) kam Tueholt Red Bright Flower zur Welt. Mit ihr begründeten Frede und Jonna Hansen ihre Zucht (Bright Flower's). Toller, die dort geboren wurden, wurden nach Holland, Österreich und Finnland exportiert und waren dort der Beginn erfolgreicher Zuchten. Durch die Hansens wurden auch Kurt und Ann-Marie Henriksen mit dem kanadischen Retriever bekannt gemacht. Ihre Zucht (Shaggy Toller's) dürfte in Mitteleuropa zu einem der einflussreichsten Zuchtstätten zählen. Bald nach Nete Wunschs Artikel über den Toller kamen
die ersten Toller nach Schweden und es dauerte nicht allzu lange, bis
die heute in Tollerkreisen sehr bekannten und noch aktiv am Zuchtgeschehen
teilnehmenden Zuchtstätten Flyingtoller's' (Ingegerd Nordstrom
und Tore Olsson), FoBi Toller's' (Birgit und Folke Fantenberg) und
Kanadickens' (Kjell und Lena Berghed) entstanden. In kurzer Zeit
fand der Toller ausgesprochen viele Liebhaber in Schweden, so dass heute
3000 - 4000 Toller dort leben und der 1986 gegründete Schwedische
Tollerclub der mitgliederstärkste (derzeit 1200 Mitglieder) Zuchtverein
weltweit für Toller ist. Jährlich im Sommer wird in Schweden
eine Spezialveranstaltung (Toller
Specialen) abgehalten, bei der Tollerbesitzer in den verschiedensten
Bereichen die Leistungen ihrer Hunde vergleichen können. Mehrere
Hundert Toller vor allem aus den skandinavischen Ländern, aber auch
viele aus dem Rest Europas, konkurrieren bei Agility-, Obedience- und
jagdlichen Wettbewerben sowie im Showbereich gegeneinander. Der Höhepunkt
der Veranstaltung ist die Verleihung des Titels Tollarmästare'
an den besten Toller in Show und jagdlicher Arbeit. Verfolgt man die Stammbäume heutiger Toller nur wenige Generationen zurück, so gelangt man sehr schnell zum Beginn der Rasse. Ein einmaliges Hilfsmittel dafür ist der Tollerbrowser. Das ist eine im Internet offen zugängliche Datensammlung so gut wie aller jemals registrierten Toller. Von vielen diesen Hunden sind Bilder eingebunden, so dass man auch einen
Überblick über das unterschiedliche Aussehen verschiedener Linien
bekommt.
wurde. Wie Lucky ist auch Bella in sehr vielen Stammbäumen europäischer
Toller zu finden. Vater des ersten Lech-Toller Nest-Wurfes war der aus
Kanada nach Finnland importierte Rüde Westerlea´s
Kitimat Mox. Aus diesem Wurf behielten sie die Hündin Alison
vom Lech-Toller Nest (Yüksi), die inzwischen jagdlich geführt
wird und erfolgreich verschiedene jagdliche Prüfungen abgelegt hat.
Auch sie wird in der Zucht eingesetzt.
Links: Artikel von HAP Smith (John Norris Website)
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